Unser Weg
Anhand unserer Familiengeschichte könnte man meinen, das Bauernblut fließt schon lange in unseren Adern. Doch 'Leidenschaft für die Landwirtschaft' hat uns zugegeben erst später im Leben gepackt. Als Kinder war die Arbeit am Hof – der bis vor wenigen Jahren noch ein Bio-Mutterkuh Betrieb war – mehr Pflicht als Erfüllung und in unseren Zukunftsplänen spielte er zunächst keine große Rolle.
Aber die Zeit kann so einiges verändern… Mit jedem Jahr wuchs unsere Wertschätzung für dieses Privileg und so trafen wir irgendwann die Entscheidung, den Hof gemeinsam als Schwestern weiterführen zu wollen. Eines war uns dabei klar: Es braucht einen neuen Ansatz, denn Landwirtschaft ist heute kein leichtes und selten ein lukratives Geschäft. Wir finden, dass die Rolle des Bauern in der Gesellschaft oft unterschätzt oder gar abwertend betrachtet wird – dabei sind es die Bauern, die unsere Lebensgrundlage schaffen: Lebensmittel – "Mittel zum Leben". Und dieser Gedanke macht uns heute zu stolzen Bauern-Dirndln!
Das Konzept einer Marktgärtnerei hat uns deshalb sofort begeistert, weil es einerseits zu unserer naturnahen, biologischen Hof-Philosophie passt und andererseits den Menschen einen besseren Bezug zur Landwirtschaft ermöglicht.
Profis sind wir noch nicht und das geben wir auch offen zu. Denn Gemüseanbau bedeutet weit mehr als nur Setzen, Warten und Ernten und es gibt noch reichlich für uns zu lernen. Doch mit Grundwissen in der Selbstversorgung, Fortbildungen, einem riesigen Stapel Fachbücher und natürlich Learning-by-Doing sind wir motiviert und fest entschlossen, an dieser Herausforderung zu wachsen, um Jahr für Jahr eine erfolgreiche und bunte Ernte für euch einzuholen!
Leider hat sich unser gemeinsamer Weg früher verändert, als wir es je gedacht hätten. Am Ende unserer zweiten Gemüse-Saison ist Veronika unerwartet verstorben. Unsere Vision für diesen Hof ist geblieben und gibt unserem Tun die Richtung.
Veronika fehlt, aber sie bleibt Teil der Hofstatt – in unseren Entscheidungen und in der Art, wie wir hier arbeiten.
Das sind wir
Elisabeth –
Die Allrounderin
Sie hat nicht nur ein großes Netzwerk und viel Charme, wodurch sie immer wieder neue Kunden gewinnt, sondern besitzt von uns auch zweifelsfrei den größten Fundus an Fachliteratur – für entsprechendes Hintergrundwissen. Mit unschlagbarem Organisationstalent jongliert sie Familie, Landwirtschaft und Job und hat dabei das Betriebsbudget immer im Blick. Dank ihrer geschulten Mutter-Nerven bleibt sie meist der ruhende Pol bei Familien-Unstimmigkeiten. Mit Hausverstand ist sie nicht nur bei der praktischen Arbeit, wo sie sich vor keiner Aufgabe scheut, sondern auch bei Kalkulationen und Tabellen. In der Anbauplanung geht sie voll auf und tüftelt beharrlich am optimalen Plan für die Saison. Stets gut gelaunt – damit das Wetter dann auch mit ihrer Planung mitspielt – bringt sie ihren Söhnen ganz nebenbei den Wert einer nachhaltigen Landwirtschaft näher!
Veronika –
Die kreative Tüftlerin
Ob bei der visuellen Gestaltung oder beim Verfassen von Texten – Veronika brachte immer neue kreative Ideen ein und hatte ein feines Gespür für Details. Besonders bei präzisen Arbeiten blühte sie auf, was ihr auch bei handwerklichen Projekten in ihrer Holzwerkstatt zugutekam.
Sie packte gerne tatkräftig mit an und war mit einer Prise Experimentierfreude stets auf der Suche nach praxisnahen Lösungen – sei es bei neuen Methoden im Garten, um die Arbeit einfacher und effizienter zu gestalten, oder beim Ausprobieren innovativer Rezepte, bei denen das eigene Gemüse die Hauptrolle spielte. Sie feilte so lange an ihren Ideen, bis sie für sie stimmig waren.
Mit dem Abschluss als landwirtschaftliche Facharbeiterin im Jahr 2024 brachte sie zusätzlich eine fundierte fachliche Basis in unser gemeinsames Projekt ein.
Ihre Kreativität, ihr Denken in Lösungen und ihre Begeisterung für die Landwirtschaft prägen unseren Hof bis heute.

Mama Christl –
Die Garten-Koryphäe
Gartenguru und geduldige Lehrmeisterin! Mit unbändigem Spaß wühlt sie seit Jahrzehnten in der Erde, immer fleißig, ein Jammern kennt man von ihr nicht. Für sie ist der Garten mehr als nur Arbeit – er ist ihre Leidenschaft. Jede Pflanze begleitet sie mit Hingabe durch alle Phasen, von der Jungpflanzenanzucht bis hin zur Ernte! Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung in der Selbstversorgung ist sie unsere erste Anlaufstelle für jede Gartenfrage. Doch auf ihrem Wissen ruht sie sich nicht aus – sie ist ständig dabei, es zu erweitern. "Ich hab' da ein Video gesehen…" oder "Ich hab' gelesen, dass…" hört man von ihr regelmäßig. Mit bewundernswerter Ausdauer und stets praktischer Veranlagung, ist es egal, wie mühsam die Arbeit gerade ist – sie hat immer ein zufriedenes Lächeln im Gesicht!

Papa Hans –
Der Tausendsassa
Der Mann, der zweifelsfrei keine zwei linken Hände hat, ist immer auf der Suche nach dem nächsten Projekt, denn auf Pensions-Langeweile reagiert er allergisch! Er ist verantwortlich für die meisten Selbermacher-Projekte im Garten und darüber hinaus. Metall ist dabei sein Spezialgebiet, aber auch mit Holz kann er zaubern. Dabei legt er weniger Wert auf übertriebene Perfektion oder optischen Schnickschnack – Hauptsache, es ist praktisch und funktioniert und das hat bisher immer einwandfrei geklappt! Auch bei Problemen mit Geräten oder Fahrzeugen ist er die erste Anlaufstelle. Seine Energie ist beeindruckend und ein "Nein" auf die Frage nach Hilfe kennt er nicht. Wir vermuten: Je dunkler das Wasser beim Duschen abends abrinnt, desto zufriedener ist er – sein sicheres Zeichen für einen guten Tag!

Emmi –
Die vierbeinige Frohnatur
Emmi sorgt mit ihrem quirligen Wesen einfach für gute Laune und hat stets ein breites Lächeln, sobald sich am Hof etwas tut. Als Chef-Seelsorgerin erzwingt sie regelmäßige Pausen für Streicheleinheiten, schließlich will sie vermeiden, dass wir uns überarbeiten! Als Wachhund behütet sie stolz Haus, Hof und natürlich Gemüse – stets fokussiert, außer sie sieht den Schatten eines Greifvogels, dann vergisst sie alle Pflichten und man sieht sie nur noch als blonden Blitz über die Wiese flitzen! Sie wirkt wie eine echte Lady, doch ist sie alles andere als zimperlich: Keine Schmutzlache ist vor ihr sicher und eine braune Schnauze bis zur Stirn verrät uns stets, dass sie sich gerade enthusiastisch um die Schädlingsbekämpfung gekümmert hat – denn sie jagt nicht nur Schatten, sondern auch Mäuse!




